Arm und Reich in Afrika - Die Zukunft von Deutschland

Melta und Menelie wohnen in derselben Straße in Johannesburg. Beide Frauen sind schwarz, doch damit enden ihre Gemeinsamkeiten. Denn Melta und Menelie leben auf unterschiedlichen Straßenseiten der Agnes Avenue, die Fahrbahn markiert die Grenze zwischen Arm und Reich. Melta ist in einer Blechhütte untergekommen, Menelie nennt ein Haus aus Stein ihr Zuhause.
Melta, 36 Jahre alt, alleinerziehend, lebt seit sechs Jahren in der Armensiedlung „Kya Sands“, seit sechs Jahren heißt es: „In ein paar Monaten geben wir dir etwas Besseres.“ Rund 2000 Menschen müssen sich drei Wasserleitungen teilen, zur öffentlichen Toilette sind es 150 Meter. Melta teilt sie sich mit fünf anderen Familien. Nachts benutzen sie und ihre beiden Kinder für die Notdurft allerdings eine Schüssel – nach draußen zu gehen wäre zu gefährlich. Immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen.
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